Bezirksapostel Klingler in Ehrenfriedersdorf

„Alle eure Sorge werfet auf ihn...“ – die Glaubensgeschwister der Gemeinden Ehrenfriedersdorf und Tannenberg im Erzgebirge erlebten einen tröstenden Gottesdienst.

Immer noch sehr kalt ist es im Erzgebirge, wenn in anderen Regionen bereits ein warmer Frühlingshauch weht. Das mussten auch Bezirksapostel Klingler und Apostel Bimberg erleben, als sie an diesem Mittwochabend bei Minustemperaturen in Ehrenfriedersdorf eintrafen.

Dafür war die Atmosphäre in der Kirche umso wärmer. Die Glaubensgeschwister der Nachbargemeinde Tannenberg waren eingeladen. Dieser Gemeindestandort wird im März 2014 geschlossen und einige Tannenberger Glaubensgeschwister besuchen künftig die Gemeinde Ehrenfriedersdorf.

Einfühlsam wurden die Besucher durch den Chor und die Instrumentalisten auf den Gottesdienst eingestimmt.

Der Bezirksapostel verwendete für diesen Gottesdienst das Bibelwort Matthäus 6, 13:

„Denn dein ist das Reich, und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.“

Der Chor leitete die Predigt mit dem Lied aus dem Chorbuch 153 „Alle eure Sorge...“ ein.

Kerngedanken aus der Predigt:

Sorgen bespricht man dann vertrauensvoll mit jemandem, wenn man sie selbst nicht mehr tragen kann.

Das Gebet „Unser Vater“ ist etwas ganz Besonderes. Wie oft hat der Eine oder Andere schon gebetet: Erlöse mich von diesem oder jenem. Es ist ein täglicher Kampf.
Bete mit der ganzen Kraft deines Herzens – die Allmacht Gottes kann etwas verändern.

Wir leben hier inmitten der reichhaltigen und vielfältigen Angebote des Irdischen. Immer wieder muss sich jeder entscheiden, ob er Zeitliches oder Ewiges will. Der Sohn Gottes fordert uns dazu auf, göttliche Kraft für diesen Kampf anzufordern.

Viele Imperien kamen und gingen, aber Gottes Reich währt ewig.
Wie kommt man in Gottes Reich? Es sind die Wiedergeburt aus Wasser und Geist und die Nachfolge. Gottes Reich ist schon heute in der sichtbaren und unsichtbaren Gemeinde der Kirche Christi angelegt. Möge es mehr und mehr sichtbar werden.

Man stelle sich ein Weizenfeld mit vielen guten Ähren vor. Über Nacht kommt ein Sämann, der unguten Samen streut. Die unguten Kräuter wachsen, gedeihen und blühen. Sie herauszureißen gelingt nicht – ist nicht schaffbar. Dennoch werden diese die Ernte nicht hindern.

„Dein ist das Reich“ – darauf wollen wir uns verlassen. Es ist ein Lobpreis unseres Gottes.

Wem schenkt der allmächtige Gott dieses Reich? Demjenigen, der demütig bleibt vor Gott, denn es zählen nicht Leistung, Beziehungen, Erfolg, soziale Position...
Die Kraft Gottes erleben wir, wenn wir sein Wort annehmen und umsetzen. Das gesprochene Wort gilt jedem. Wollen wir uns auf den Herrn verlassen, dem lieben Gott vertrauen und tun, was er sagt. Die Kraft Gottes besteht aus seiner ziehenden Liebe.

„Dein ist die Herrlichkeit“ – beten wir darum, dass das Wesen Gottes sich immer mehr und mehr offenbart. Lasst uns um die Herrlichkeit kämpfen und die Lieben in der Ewigkeit auf diese Herrlichkeit aufmerksam machen.

Apostel Bimberg nahm in seinem Predigtbeitrag Bezug auf die Sorgen: Jeder von uns erlebt, dass Gott die Sorgen nicht immer wegnimmt, aber er gibt Kraft. Mitunter haben wir die Dinge auch falsch eingeschätzt – zuerst gehadert und dann im Nachhinein Gott für seine Hilfe gedankt.

Weiter führte der Apostel aus: Die Liebe Gottes zieht. Die eigene Kraft führt nicht zum Ziel, aber die Kraft der Liebe Gottes! Die Kirche ist ein Stück Herrlichkeit trotz der menschlichen Unvollkommenheit, weil Gott in ihr regiert. Im Anderen das Göttliche zu sehen ist ein Vorgeschmack auf die Herrlichkeit.

Mit neu gestärktem Glaubensmut und neuer Glaubenskraft konnten die Anwesenden nach diesem besonderen Gottesdienst nach Hause gehen.

SSR